Pfründner, Brauer, Beutelschneider - Regensburg und sein Spital im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit

OB Joachim Wolbergs nimmt an der Ausstellungseröffnung eines gemeinsamen Projekts von Schülern der 7. Klasse des Von-Müller-Gymnasiums, Studierenden der Geschichtsdidaktik, Universität Regensburg, und dem Spitalarchiv teil und zeigt einmal mehr sein Geschichtsinteresse

Dass die schwierigen Fakten und Personen im Geschichtsbuch auf einmal auch vor der Haustür und in alltäglicher Umgebung auftauchen können – das war neu. Und was passiert, wenn man nun genau da hingeht, wo die Fakten für die Geschichtsbücher herkommen? Im Wahlunterricht „Archiv und Schule“ haben sich Schülerinnen und Schüler der Die 7. Klassen des Von-Müller-Gymnasiums unter Leitung von StR Martina Köglmeier dieser Aufgabe gestellt und mit dem Spitalarchiv einen ergiebigen Partner gefunden. Zu den Fragen, was genau denn nun ein Archiv ist und wie man dort den „Regensburger Alltag in Mittelalter und Früher Neuzeit“ herausfiltern kann, gab Spitalarchivar Dr. Artur Dirmeier wertvolle Auskunft und praktische Tipps.
Gäbe es keine Archive, hätte die Gesellschaft kein Gedächtnis. Und Google wüsste nicht das, was es vorgibt zu wissen.
Ab Mitte April stieß der dritte Partner dieser Kooperation dazu: Studenten der Didaktik der Geschichte der Universität Regensburg unter der Leitung Ihrer Dozentin Frau Margareta Turk. Im Rahmen des Seminars „Im Archiv – Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht oder Überforderung der Schüler“ setzten sich die Studierenden mit didaktischen Überlegungen und methodischen Möglichkeiten dieser noch eher unüblichen Unterrichtsarbeit im Geschichtsunterricht auseinander um schließlich ihre erworbenen Kenntnisse in der Unterrichtsarbeit mit den Schülern des Von-Müller-Gymnasiums umzusetzen.
Nicht jede Herkunft hat Zukunft, aber jede Zukunft hat Herkunft.
Das Lehrplanthema „Mittelalter und Frühe Neuzeit“ wurde am heimatlichen Beispiel St. Katharinenspital beleuchtet und in verschiedene Sparten unterteilt: Berufe im Mittelalter, Speisen, Versorgung der Armen, Handel, Krankheiten und heilende Kräuter etc. Hierzu erarbeiteten sich die Schüler und Schülerinnen mit Hilfe der Studenten - und unter Zuhilfenahme besonders der Textquellen aus dem Spitalarchiv - die Inhalte und brachten ihre Ergebnisse auf großen Plakaten in eine ansprechende Form.
Die Ausstellung dieser Plakate wurde im Gewölbesaal des St. Katharinenspitals von Hausherr Spitalmeister Willibald Koller und OB Joachim Wolbergs eröffnet. Beide zeigten sich beeindruckt von der Mühe, sowie dem Engagement aller Beteiligten, besonders der jungen, wissbegierigen Forscher. Im Anschluss führten die Projektleiter Artur Dirmeier, Martina Köglmeier und Margareta Turk in die Ausstellung ein, erläuterten Schwerpunkte und gaben Einblicke in das Entstehen des gemeinsamen Projektes.
Umrahmt wurde der Abend von kurzen Auszügen aus Carmina Burana unter Leitung von Rupert Sommer und einem Schülerensemble sowie Selbstgebackenem nach mittelalterlichem Rezept – ebenfalls ein Teil der gemeinsamen Projektarbeit - und einer Einladung der Spitalbrauerei.
Noch bis Ende Juli ist die Ausstellung im Spitalarchiv zu sehen, von dort aus wandert sie weiter ins Von-Müller-Gymnasium und in die Uni-Zentralbibliothek:
Spitalarchiv: bis 31. Juli / Mo-Fr 8.00-12.00 Uhr / Mo-Do 13.00-16.30 Uhr
Von-Müller-Gymnasium: 10.-30. Juli / Mo-Do 8.00-16.00 Uhr
Uni R / oberes Foyer Zentralbibliothek:12. Okt.-19. Nov / Mo-Sa 8.00-16.00 Uhr

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